Oberbürgermeister-Wahl in Leipzig

Leipzig muss weiter wählen

Der erste Versuch, den Leipziger Oberbürgermeister für die nächsten sieben Jahre zu wählen, brachte – wie erwartet – noch keine Entscheidung. Auf den ersten Blick sieht es für Leipzig schwarz aus. Einige Ursachen wurden im Wahlkampf überdeutlich. Zu Leipziger Kernthemen sagten (fast) alle Kandidaten Ähnliches, nur bei den Konzepten dazu sah das schon anders aus. Gestaltungswille??? Weiter lesen

Wo die Zivilcourage keine Heimat hat,
reicht die Freiheit nicht weit.

Willy Brandt (1913 bis 1992)

Mein Freund Harvey am Schauspiel Leipzig

»Mein Freund Harvey« heute

Das Stück feierte vor 75 Jahren Triumphe auf dem Broadway in New York. Jetzt will unser Rezensent am liebsten die Adresse des Schauspiels Leipzig von Bosestraße in Broadway ändern – nur, weil ihm die Leipziger Inszenierung so gefallen hat. Weiter lesen

Porträt Werner Wolf

Abschied von Werner Wolf

Der Musikwissenschaftler (und auch Journalist) Werner Wolf war eine Legende. Eine spitze Zunge meinte ’mal, manche Leute läsen unsere Zeitung nur wegen seiner Musik-Kritiken. Jetzt ist er, 94-jährig, gegangen. Er wird uns fehlen. Weiter lesen

Stiefel Floras Present

Stickerei als Kulturtechnik

1500 Jahre Stickerei in der Mode sind im Leipziger Grassi-Museum zu erleben. Die Schlussfolgerung unserer Berichterstatterin: Mode sagt mehr über uns als wir zunächst denken. Weiter lesen

Herber Köfer Buchtitel

Kennen Sie den?

Das ist doch der … – richtig, es ist der Herbert Köfer. Am 17. Februar vollendet er sein 99. Lebensjahr. Aus dem Anlass hat er ein Buch über sein Leben gemacht. Der Titel lässt schon viel erahnen: »99 und kein bisschen leise«. Lesenswert! Wir haben sogar schon zwei Kost-Häppchen! Weiter lesen

Spur der Steine

Nein, das Folgende hat nichts mit Erik Neutsch zu tun. Der Sohn eines Arbeiters, studierte Journalistik in dieser Stadt und erlebte, wie später die Verfilmung dieses Buches in Leipzig 1966 im »Capitol« gezielt niedergebrüllt wurde.

2020 wird nicht im Kino, sondern auf der Straße gebrüllt, werden Steine geworfen, gegen Menschen. Das ist nicht neu. Auch das Folgende nicht, was ein Politiker und Gelehrter, Georg Forster, vor 240 Jahren (!) einer aufgebrachten Menge ins Stammbuch schrieb: »Wo man physische Gewalt zu Hilfe ruft, um eine Meinung zu unterstützen, dort gibt man auch dem Gegner das Recht, sich eben dieses Beistands zu bedienen, wenn und wo er kann.« Wer will das in dieser Stadt, eine Mehrheit oder eine Minderheit?

Keine Gewalt skandierte 1989 eine Mehrheit in Leipzig, mit Erfolg.

Meint

Lipsius