Oberbürgermeister Burkhard Jung

Was denn nun, Herr Oberbürgermeister?

»Die Ereignisse überschlagen sich«, verkündete jüngst Oberbürgermeister Jung. Da ging es um das Geld, das wegen des Braunkohleausstiegs fließen soll. Und es entstand eine wunderhübsche Wunschliste. Die drängendsten Probleme der Stadt blieben außen vor. Weiter lesen

Lleipziger Buchmesse

Tschechien auf der Buchmesse

Nach 24 Jahren waren unsere Nachbarn wieder einmal Gastland auf der Leipziger Buchmesse. Und die Gäste legten einen fulminanten Auftritt hin – mit ihrer Literatur und mit ihrem Messestand. Unser Kulturredakteur kommt ins Träumen und Schwärmen. Weiter lesen

»Der Nachteil der Demokratie ist, daß sie denjenigen, die es ehrlich mit ihr meinen, die Hände bindet. Aber denen, die es nicht ehrlich meinen, ermöglicht sie fast alles.«

Vaclav Havel

Karla Voigt: Feinreinigung

Karla Voigt: Zeitreise

Dem einen oder anderen gelernten DDR-Büger könnte das bekannt vorkommen. Nicht das Foto, sondern die Sache: Kollektive Feinreinigung vor dem Einzug in die Neubauwohnung. Karla Voigt hat das in ihrer Diplomarbeit an der Leipziger Hochschule für Buchkunst 1979 bis 1981 festgehalten. Jetzt sind die Bilder im Stadtgeschichtlichen Museum zu sehen. Weiter lesen

Jour Fixe

Diskursort des freien Geistes

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen ist ein »Bildungsverein«. Seit Januar 2015 werden dort – in der Leipziger Dependance, wie sie selbst gern formulieren – übergreifende Fragen von Politik, Ökonomie, Kultur und Wissenschaft auch in einem speziellen Format debattiert: »Jour Fixe«. Und das mit großem Erfolg. Weiter lesen

Unverpackte Geschenke

Wann haben Sie das letzte Mal etwas geschenkt bekommen? Ich denke dabei nicht an Geburtstage oder Ähnliches. Nein, denn ich bekomme täglich mehrere Geschenke. Einfach so! Müsste nur zugreifen! Wenn ich seit einiger Zeit um die Ecken in meinem Viertel ziehe, stehen vor immer mehr Haustüren Pappkartons mit Inhalt. Nicht etwa welche, die Paketdienste vergessen haben, weil keiner der Adressaten da war. Nein, geöffnet und mit einem Aufkleber und Aufruf versehen: »ZU VERSCHENKEN!« Spielzeug, Handtücher, Vasen, Sammeltassen, Kinkerlitzchen und Krimskrams, den andere mal benutzten. Nun soll man nie von sich auf andere schließen, aber ich verstehe diese Trödelfilialen nicht. Neulich sehe ich: Da stehen ja Bücher im Karton! Ein zwölfbändiges Lexikon, das sich im Dunklen auf dem Fußweg, vor der Haustür so allein fürchtete. Ich fragte mich auch etwas ängstlich: Falls es regnen sollte, was dann mit dem geballten Wissen? Dann ist das ungenießbar. Es entsteht offenbar es eine nachbarschaftliche Entsorgungsmentalität, nicht ganz so gedankenlos, wie der möblierte Unrat, den jetzt Jugendliche in Leipzigs Wäldern aufsammelten. Dankeschön für den Einsatz! Jedoch, Haustürgeschenke an jeder Ecke? Bitte nicht!

Meint

Lipsius