Auf in den K(r)ampf?

Die Klammer deutet an, dass ich mich nicht entscheiden kann, setze ich nun das »r« oder tippe ich es nicht. Der Anlass: Alltag pur. Bei meinen morgendlichen Gängen durch Leipzig denke ich zunehmend öfter: Verkämpft das Gegenüber auf dem Gehweg sich jetzt oder verkrampft es sich?

Wobei? Beim Frühstück!

Linke Hand: Kaffee-Plastik-Becher. Rechte Hand: Smartphone am linken Ohr. Linke Jackentasche: Brötchen eingetütet. Und nebenbei: Hören, Reden, Kauen, Schlucken.

Sehen und Gehen nicht zu vergessen.

Vom »Kampf gegen tägliche Überforderung« sprach kürzlich eine frisch gekürte Buchpreisträgerin im Neuen Rathaus. Ihre Gedanken meinten jedoch mehr das Weltpolitische.

Ich habe mich nicht verkämpft, als ich einen alltäglichen Wunsch erfüllen sollte. Ein Leser wollte ein Selfie von mir … und ich hatte doch beim Frühstück keine Hand frei … als er mich deswegen auf der Straße antelefonierte ... und bei einem Gespräch, Auge in Auge, störte.

Also bleibt alles beim Alten. Kein Foto!

Entscheidet Euer Lipsius

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Magie und Poesie

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»Die Geschlagenen von heute werden die Sieger von morgen sein.«

Karl Liebknecht

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