Marx-Graffiti

So viel Marx wie heute gab es noch nie

Diese Feststellung ist nicht neu – aber eben zutreffend. Warum ist das so? Weiter lesen

»Jeder Handelnde vertritt seine eigenen Interessen und am Ende kommt heraus, was niemand gewollt hat.«

Friedrich Engels (1820 – 1895)

Arno Rink: Ausschnitt aus Canto Libre

»Ich male!«

Kunstinteressierte im Osten Deutschlands können mit dem Namen Arno Rink etwas anfangen. Das Leipziger Bildermuseum zeigt bis zum 18. August einen größeren Ausschnitt aus seinem Schaffen. Weiter lesen

Mal analog, mal digital

Mein aktueller analoger Taschenkalender bezeichnet den 1. Mai als »Maifeiertag/Staatsfeiertag«, gedruckt in einem Verlag im Berliner Speckgürtel. Ich stutzte! Beim anschließenden Rundgang auf dem Leipziger Markt, einem Platz, der schon immer gesellschaftliche Widersprüche erlebt und ausgehalten hat, kam ich erneut ins Grübeln. Die Leute jedweden Alters waren überhaupt nicht schlechter Stimmung, aber keiner feierte den Staat. Das wäre mir aufgefallen. Und als die Demonstrierer mit Losungen vor dem Rathaus ihr Maiziel erreichten, verstärkte sich dieser Eindruck. Es wurde gerufen, gepfiffen, auf der Bühne geredet und »soziale Gerechtigkeit« gefordert. Allerdings, wenige Meter daneben, in den Straßenrestaurants auch herzhaft geschlemmert, bei ganz anderen Themen.

Höflich, aber lautstark bat ein Mann auf der Bühne die Anwesenden auf dem Platz zuzuhören und stehenzubleiben. Eine stattliche vierstellige Zahl folgte ihm, manchmal auch den Rednern. Viele Maibürger schauten dabei aufs digitale Smartphon, um Botschaften in die Welt zu versenden. Schließlich protestiert man 2018 mit Selfie!

Lernte

Lipsius