Meuterei im Stadtrat

Die Überschrift lehnt sich an eine durch Literatur und Film bekannte Auseinandersetzung an, Ende des 18. Jahrhunderts, auf einem englischen Schiff namens Bounty. Älter ist ein Begriff, den sich jetzt in Leipzig ein Politisches Quartett, mit zwei Buben und zwei Damen, gab: Freibeuter. Im 16. Jahrhundert aus dem niederländischen vrijbuiter übertragen und inzwischen etwas angestaubt. Die vier wollen, anno 2017, den Stadtrat aufmischen. Als Seeräuber/innen? (Um es gendergerecht zu formulieren)

In die Literatur werden die vier nicht eingehen. Sie stehen in der Zeitung. Schlammschlachten mögen sie nicht, liest man da. Nur, die zwei Damen, mussten erst zu den beiden Buben überlaufen. Zuvor musste die eine die Piraten, die andere ihre Genossen über Bord werfen. Es wird für die vier nun kein Sprung ins kalte Wasser folgen, denn sie beantragten trockene Büros im Rathaus, und die entsprechenden pekuniären Mittel, als nunmehr politisches Freibeuter-Quartett mit Angestellten. Ja, das alles steht ihnen laut Gesetz zu. Da haben die zwei Buben genau gezählt und gerechnet. Sie sind schon lange in der FDP.

Grient Euer Lipsius

Schur wollen sie nicht

Er war (und ist) der beliebteste Sportler der DDR. Für die Ruhmeshalle des deutschen Sports wurde Gustav-Adolf Schur mehrmals vorgeschlagen – aufgenommen wurde er auch dieses Mal nicht. Grund: Er hebt immer wieder die positiven Seiten des Sports in der DDR hervor. Aber eben nur diese.
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»Jeder Schritt wirklicher Bewegung ist wichtiger als ein Dutzend Programme. «

Karl Marx (1855 – 1898)

Die Welten eines Bildermachers

Wolfgang Mattheuer hat in der Leipziger Galerie Schwind eine opulente Geburtstagsausstellung bekommen: 65 Gemälde aus dem Nachlass des Künstlers, sehr schön gehängt. Unser Kritiker schwärmt »Eine würdige Werkschau« und empfiehlt: »Nicht verpassen!«
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Russische Sozialutopien

Ein 760 Seiten dickes Buch! Nur etwas für den studierten Historiker? Unser Rezensent meint: Nimmt man die im Winter in den Chemnitzer Kunstsammlungen zu sehende Gemäldeausstellung »Revolutionär!« hinzu, gewinnt man einen umfassenden Überblick zum Thema »Russland und die Sozialutopien«.
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