Der Rebell des Königs

Wiederentdeckung einer Oper, die kaum einer kennt

Charles Gounods Oper »Cinq-Mars« wurde 1877 in Paris uraufgeführt – und seitdem nicht wieder gespielt. In Leipzig heißt sie jetzt »Der Rebell des Königs« und bietet alles, was sich Opernfreunde wünschen. Auch unser Rezensent Werner Wolf ist davon sehr angetan.
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Nelsons im Gewandhaus

Der künftige Gewandhauskapellmeister überzeugt das Leipziger Publikum

Schuberts »Unvollendete«, Bruckners »Vierte« und Dvoraks »Aus der Neuen Welt« werden oft gespielt. Konnte der künftige Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons denen Neues, Reizvolles abgewinnen? Er konnte! Der Dirigent, die Solistin (Nelsons Ehefreu Kristine Opolais) und das Orchester wurden vom Leipziger Publikum stürmisch gefeiert. Der Rezensent gibt dem Publikum recht.
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»Die wirtschaftliche Entwicklung muss ein menschliches Gesicht behalten, so dass keiner ausgeschlossen wird.«

Papst Franziskus

Die Empfindsamkeit der Giganten

Die Empfindsamkeit der Giganten im Westflügel

Unser Kulturredakteur empfiehlt einen Besuch im Leipziger Westen, genauer im »Westflügel«: Dort residiert das Leipziger Figurentheater »Wilde & Vogel«. Wer dort »Die Empfindsamkeit der Giganten« erlebt hat, versteht auch, was unser Autor meint, wenn er schwärmt: »Hier wird ein sakrales Hochamt der Phantasie zelebriert.«
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Cover: Re:Das Kapital

Der olle Marx? Ja, der ist noch immer überaus aktuell!

Auch nach 150 Jahren ist das Kapital von Karl Marx ein Weltbestseller. In dieser neuen Ausgabe ziehen elf Autoren – ausgehend von jeweils einem Kapitel des Werkes – Linien zur Gegenwart und denken über die Aktualität der Marx’schen Theorie nach. Das Ziel ganz wie bei Karl: Die Welt nicht nur interpretieren, sondern sie auch zu verändern suchen.
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Algerien im Taxi

Eine knappe halbe Stunde sitzen wir nebeneinander. Er am Lenkrad, ich als Gast.

Rein altersmäßig verfüge ich über mehr Lebenserfahrung. Außerdem unterscheidet uns ein Akzent, der seinem Deutsch eine charmante französische Färbung gibt.

Ich erfahre, dass er seit 15 Jahren in Deutschland lebt, und sich seit langem in Leipzig sehr wohl fühlt, eine Familie gründete.

Meine Neugier ist geweckt. Ich frage ... und erfahre: Er ist Algerier, dort ist die zweite Amtssprache Französisch, die erste Arabisch, allerdings mit so starker Färbung, dass ihn beispielsweise ein Ägypter kaum verstehen würde.

Leipzigs Straßen verführen uns zum Plaudern. Er freue sich immer auf das Gothic-Treffen, da diese Typen toll aussehen und durchweg freundlich im Taxi sind.

Nach einer Straßenkreuzung frage ich ihn unvermittelt nach dem Algerienkrieg. Er schaut mich von der Seite lange an, hat den natürlich nicht erlebt und erwidert plötzlich: Du bist ein DDR-Kind ... du interessierst dich für Geschichte. Wo er Recht hat, hat er Recht!

Wir geben uns die Hand.

Ich bin am Ziel.

Euer Lipsius Lipsius